Wie viel Nische braucht die Stadt?
Wie viel Nische braucht die Stadt? Mit dieser Podiumsdiskussion startet im Salon Luitpold die neue Veranstaltungsreihe zu Architektur und urbanem Raum: das plan A: studio. plan A begibt sich dazu auf die Suche nach Grenzgängern, Nischen und Freiräumen in Stadtentwicklung, Architektur und Design – in München und anderswo.
Wie viele Nischen, wie viel unprogrammierten Raum braucht eine „zukunftsfähige“ Stadt? Ist Freiraum immer produktiv oder gibt es bei ständiger Improvisation irgendwann keine wahren Nischen und Entfaltungsräume mehr? Kann man das Dazwischen planen? München gilt als „fertige Stadt“, gut situiert und angenehm, aber auch als eng und festgefahren. Und irgendwie scheint man sich ständig mit Berlin zu vergleichen. Lieber „arm aber sexy“ als „wohlhabend aber (scheinbar) langweilig“? Vielleicht erkennt man die wirklich spannenden Nischen erst auf den zweiten Blick. Am ersten Studioabend diskutieren dazu der schweizer Kosmopolit und Stadtpionier Martin Heller (u. a. Leiter Kulturhaupstadt Linz 2009, Prae-IBA Team Berlin 2020) und Silvia Kadolsky, Mitbegründerin der Esmod Modeschulen in Berlin und München und Kennerin der Kreativszenen in beiden Städten, mit den beiden Nischensuchern Peter Haimerl (BDA Architekt, München) und Arno Brandlhuber (Architekt, Berlin). Moderiert wird das Gespräch von Nadin Heinich (München-Berlin).
Begrüßung und Einführung: Nan Mellinger, Programmleitung Salon Luitpold
ORT & ZEIT
Cafe Luitpold
Brienner Straße 11, 80333 München
Dienstag, 25. Oktober 2011, 20.30 Uhr
Um Anmeldung wird gebeten: 089 24 28 750 oder salon@cafe-luitpold.de
KOOPERATIONEN
Die Podiumsdiskussion am 25. Oktober 2011 ist der Auftakt einer neuen Veranstaltungsreihe zu Architektur und urbanem Raum im Salon Luitpold, dem Kulturprogramm des Münchner Cafe Luitpold. In regelmäßigen Abständen werden dort zukünftig plan A: studio-Abende stattfinden. plan A: Studio wird zudem gefördert durch den Bund Deutscher Architekten BDA und durch die Unternehmenspartner Graphisoft München und Vitra.
ÜBER DIE PODIUMSTEILNEHMER
Arno Brandlhuber betreibt in Berlin sein Architekturbüro Brandhuber+. Er ist zudem seit 2003 Lehrstuhlinhaber für Architektur und Stadtforschung der Akademie der Bildenden Künste Nürnberg und leitet den nomadischen Masterstudiengang A42. Arno Brandlhuber ist Mitbegründer der Diskursplattform und öffentlichen Seminarreihe Akademie c/o zu aktuellen Fragen der Raumproduktion. Zu seinen bekanntesten Projekten zählt das mehrfach preisgekrönte Atelier- und Wohnhaus in der Berliner Brunnenstraße 9. Brandlhuber mischt sich aktiv in den politischen Diskurs zur Stadtentwicklung ein und hat zudem u. a. eine umfangreiche Untersuchung zu Baulücken in Berlin-Mitte erstellt. www.brandlhuber.com www.akademie-co.org
Peter Haimerl gründete bereits 1991 sein Studio für Architektur in München. Er arbeitet dabei disziplinenübergreifend. Im Projekt ZOOMTOWN erforscht er nach eigenen Angaben, wie Stadtplanung und innovative Ideen Städte und Häuser effizienter und produktiver machen können. In diesem Rahmen kooperiert er u.a. seit 2005 mit der Hochschule für Bildende Künste in Braunschweig zum Thema „zoomtown Urban Transportation Design“. Unter dem Label HAIMERLIN werden Projekte in den Bereichen Design und Mode, wie zum Beispiel die Cocobello Linie zusammengeführt. Peter Haimerl ist Mitglied im Bund Deutscher Architekten und verfolgt die Münchner Stadtentwicklung aktiv als kritischer Beobachter. www.urbnet.de
Martin Heller (Heller Enterprises, Zürich) ist Kulturunternehmer, Ausstellungsmacher und Autor. Er berät u. a. Berlin zur Vorbereitung einer Internationalen Bauausstellung zum Thema „Stadtkapital“ und ist Projektleiter für das Veranstaltungskonzept auf dem zukünftigen Humboldtforum. Im Auftrag des Bundesbauministeriums war er im letzten Jahr für die Ausstellung „Realstadt“ im Berliner Kraftwerk Mitte zuständig. Von 2005 bis 2009 war er Intendant für Linz 2009 Kulturhauptstadt Europas. Zuvor leitete r er u. a. künstlerischer Direktor die Schweizerische Landesausstellung Expo.02. www.hellerenter.ch
Silvia Kadolsky eröffnete 1989 die erste Dependance der internationalen ESMOD Modeschule in München. Seit 1999 leitet sie die ESMOD Modeschule in Berlin. Silvia Kadolsky ist Mitinhaberin von ESMOD Deutschland. Die umtriebige Modeexpertin ist zudem Gründungsmitglied des Kreativnetzwerks Create Berlin und Mitglied im Ausschuss „Creative Industries“ der Industrie- und Handelskammer. In diesem Sommer wurde sie durch den Pariser Regierenden Bürgermeister für ihr seit mehr als zwei Jahrzehnte andauerndes Engagement für französisches Mode-Knowhow in Deutschland ausgezeichnet. www.esmod.de

