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Künstliche Welten

Academy of the Arts . Berlin . 18.11.2010 . with Philippe Rahm, Thomas Auer, Martin Rein-Cano

01 | 12 •

Können Faktoren wie Temperatur, Luftfeuchte, Lichtstärke – obwohl unsichtbar – wirkungsvolle architektonische Mittel sein, Räume und deren sinnliche Qualitäten zu gestalten? Welche Möglichkeiten ergeben sich dabei durch die digitale Steuerung der Gebäudetechnik? Wird die Gebäudehülle immer mehr zu einer responsiven Schicht, die auf innere und äußere Veränderungen reagiert? Welche Idee von Welt steckt hinter dem Ansatz „function and form follow climate“?

Der schweizer Architekt Philippe Rahm wurde u.a. mit der Installation „Hormonorium“ bekannt: Mit intensivem Licht und reduziertem Sauerstoffgehalt simulierte er in einem Innenraum eine Gebirgslandschaft, die unmittelbar auf das Wohlbefinden des Betrachters einwirkt. In einem Vortrag gibt Rahm Einblick in seine Arbeit. Im Anschluss folgt ein Gespräch mit Thomas Auer, Ingenieurbüro transsolar (u.a. Cloud Spaces, Architekturbiennale Venedig 2010), und dem Landschaftsarchitekten Martin Rein-Cano, TOPOTEK 1.

VORTRAG & GESPRÄCH MIT
Philippe Rahm Philippe Rahm architectes (Paris-Lausanne), Thomas Auer transsolar (Stuttgart), Martin Rein-Cano, TOPOTEK 1 (Berlin) 
Begrüßung Matthias Sauerbruch, Mitglied der Akademie der Künste, Moderation Nadin Heinich, plan A, Stipendiatin der Jungen Akademie
Veranstaltung in englischer Sprache

ORT & ZEIT
Akademie der Künste
Pariser Platz 4, 10117 Berlin

Donnerstag, 18. November 2010, 20.00 Uhr
Im Anschluss laden wir in die Clublounge der Akademie ein.

ÜBER DIE REFERENTEN
Philippe Rahm lebt und arbeitet in Paris und in Lausanne. In seinen Projekten bilden klimatischen Gegebenheiten den Ausgangspunkt der architektonischen Gestaltung. Phänomenen wie Luftströmung, Verdunstung, Wärmekonvektion definieren Form, Nutzung und Atmosphäre von Räumen wie auch unser persönliches Wohlbefinden und unsere Raumwahrnehmung. Mit diesem Ansatz einer „Klimaarchitektur“ sucht Rahm nach neuen, zeitgemäßen architektonischen Mitteln, auch als Antwort auf die Folgen des Klimawandels. Philippe Rahm hat die Schweiz auf der Architekturbiennale in Venedig im Jahr 2002 vertreten. Seine Arbeiten wurden in zahlreichen Ausstellungen gezeigt, u.a. im Guggenheim Museum, NY, Louisiana Museum, Dänemark, Centre Pompidou, Paris und Canadian Centre for Architecture. Er wird weltweit zu Vorträgen eingeladen, u.a. an die Cooper Union NY, Harvard School of Design, UCLA und ETH Zürich. Gegenwärtig ist er Gastprofessor in Princeton.

Thomas Auer ist einer der Geschäftsführer der Firma Transsolar Energietechnik mit Standorten in Stuttgart, München und New York. Er lehrt an der School of Architecture an der Yale University, New Haven, USA. Transsolar entwickelt und bewertet innovative Klima- und Energiekonzepte. Ziel ist es, Gebäude zu gestalten mit dem „höchstmöglichen Nutzerkomfort mit dem geringstmöglichen Einfluß auf die Umwelt“. Transsolar arbeitet weltweit mit Architekturbüros wie Sauerbruch Hutton, Behnisch und Partner oder SANAA zusammen. Auf der diesjährigen Architekturbiennale in Veendig errichtete Transsolar zusammen mit Tetsuo Kondo die Installation „Cloud Spaces“, eine begehbare Wolke.

Der Landschaftarchitekt Martin Rein-Cano ist einer der beiden Inhaber des Büros Topotek 1. Er versteht sich als Grenzgänger, als Wanderer zwischen verschiendenen Genres, Typologien und und Maßstäben. Topotek 1 ist in der Gestaltung urbaner Freiräume und der Bearbeitung städtebaulicher Themen verwurzelt, unternimmtaber genauso Ausflüge in die Konzeption und Realisierung von Ausstellungen und Kunstinstallationen. Die Arbeit von Topotek 1 wurde u.a. mit dem Deutschen Städtebaupreis und dem Deutschen Architekturpreis ausgezeichnet.

KOOPERATIONEN
Der Abend ist eine Kooperation zwischen der Akademie der Künste und plan A. Unterstützt wird die Veranstaltung durch die Unternehmensparten Dornbracht, Gira und Miele.

WEITERE INFORMATIONEN
www.adk.de, www.philipperahm.com, www.transsolar.com, www.topotek.de