Digital Utopia
Digital Utopia beschäftigt sich mit dem Einfluss der Digitalisierung auf die Architektur. Im Mittelpunkt stehen dabei weniger neue Entwurfs- und Fertigungsverfahren, sondern vielmehr die unseren Alltag immer stärker durchdringenden Informations- und Kommunikationstechnologien und deren Auswirkungen auf den Raum. Wie könnte sich dadurch unsere Lebensumwelt verändern – im Hinblick auf Formen- und Materialsprache oder die zunehmende Dynamisierung und Responsivität von Architektur, also deren Fähigkeit, sich wechselnden Umweltbedingungen anzupassen? Wie nehmen wir solche Räume sinnlich wahr, wie agieren wir in (bzw. mit) ihnen? Entwickelt sich in einer immer abstrakter werdenden digitalen Welt vielleicht sogar eine neue “digitale Sinnlichkeit”? Das letzte Kapitel des Buches blickt noch etwas weiter in die Zukunft, über die Digitalisierung hinaus auf das langsam sich anbahnende Zeitalter der Biotechnologien. Was wäre, wenn wir etwa Eigenschaften von Materialien direkt im genetischen Code von Pflanzen “programmieren” könnten?
Vorgestellt werden neben konkreten Projekten viele Forschungsansätze, die heute (noch) utopisch erscheinen mögen, die es jedoch schaffen, eine in der Luft schwirrende Stimmung einzufangen und greifbar zu machen. In einer lockeren Mischung sind in vier Kapiteln Projekte, Essays und Interviews versammelt u. a. von Thomas Auer (Transsolar), Philip Beesley, Cloud9, Carole Collet (Future Textiles, Central Saint Martins College), Gesche Joost, Philippe Rahm, Mette Ramsgard Thomsen (CITA Copenhagen), realities:united.
Das Buch erscheint im Verlag der Akademie der Künste, Berlin gefördert von einem Stipendium der Jungen Akademie sowie durch die Unternehmenspartner Dornbracht, Gira und Miele. Begleitet wird die Publikation von einer Veranstaltungsreihe in verschiedenen deutschen Städten.

